Ratgeber

SEO für KMU in der Schweiz: was sich lohnt und was nicht.

Für ein KMU lohnt sich SEO dort, wo Kundinnen und Kunden nach deinem Angebot und deinem Ort suchen: eine technisch saubere Website, eine eigene Seite pro Leistung, ein gepflegtes Unternehmensprofil und Antworten auf echte Fragen. Eine bestimmte Platzierung kann dir niemand versprechen, das schreibt Google selbst. Hier steht, womit du anfängst, was es kostet und was du dir sparen kannst.

Stand 9. Oktober 2026

Was SEO für ein KMU bedeutet.

SEO heisst Suchmaschinenoptimierung: Deine Website so aufbauen und schreiben, dass Suchmaschinen sie verstehen und Menschen, die nach deinem Angebot suchen, sie finden. In der Schweiz heisst das vor allem Google. Laut Statcounter lag der Anteil von Google im September 2026 bei rund 80 %, der von Bing bei rund 12 %.

Google schreibt in seinem Einstiegsleitfaden, es gebe keine Geheimnisse, die eine Website automatisch auf den ersten Platz bringen. Manche Änderungen wirken nach einigen Stunden, andere erst nach mehreren Monaten. SEO ist darum keine einmalige Massnahme, sondern Pflege: Seiten, die stimmen, und eine regelmässige Kontrolle, ob sie gefunden werden.

Was sich für ein KMU lohnt.

Die wirksamsten Schritte sind für KMU meist dieselben. Sie kosten vor allem Zeit und Sorgfalt:

  • Technische Grundlagen: Jede Seite ist für Suchmaschinen erreichbar, hat einen eigenen Titel und eine Beschreibung und ist auf dem Smartphone lesbar.
  • Eine Seite pro Leistung: Wer nach «Badsanierung Winterthur» sucht, soll auf einer Seite über Badsanierung landen, nicht auf einer Startseite mit zwanzig Themen.
  • Unternehmensprofil bei Google: Das Profil ist kostenlos. Lokale Suchergebnisse basieren laut Google hauptsächlich auf Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Zur Bekanntheit zählen etwa Verweise anderer Websites und die Zahl der Bewertungen.
  • Search Console: Der kostenlose Dienst von Google zeigt, über welche Suchanfragen Besucher auf deine Website kommen, wie oft sie in der Suche erscheint und wo Google Probleme bei der Indexierung findet. Bei Bing kannst du Websites, die in der Search Console bestätigt sind, in die Bing Webmaster Tools importieren.
  • Inhalte für Menschen: Google beschreibt hilfreiche Inhalte als solche, die in erster Linie für Menschen geschrieben sind und nicht, um Rankings zu beeinflussen. Beantworte die Fragen, die dir Kunden am Telefon stellen, mit deinen eigenen Erfahrungen und Preisen.

Was sich nicht lohnt.

Viele Angebote rund um SEO versprechen mehr, als jemand halten kann. Google warnt in seinem Text für Website-Betreiber, die eine SEO-Agentur suchen, selbst vor einigen davon:

  • Platzierungsgarantien: Niemand kann einen ersten Platz bei Google garantieren, schreibt Google. Verspricht dir jemand den ersten Platz, sollst du dir laut Google jemand anderen suchen.
  • Gekaufte Links: Links zu kaufen oder zu verkaufen, um das Ranking zu beeinflussen, zählt Google ausdrücklich zu Spam.
  • Austauschbare Ortsseiten: Viele fast gleiche Seiten für einzelne Orte, die alle auf dieselbe Seite weiterleiten, nennt Google Doorway-Missbrauch. Eine Ortsseite lohnt sich nur, wenn du dort wirklich etwas Eigenes zu sagen hast.
  • Texte nach Wortzahl: Google hat nach eigener Aussage keine bevorzugte Wortzahl. Ein langer Text ohne Antwort hilft niemandem.
  • Meta-Keywords: Google Search verwendet das Keywords-Metatag nicht.
  • Bezahlung für bessere Platzierung: Google nimmt laut eigener Aussage kein Geld, um eine Website häufiger zu crawlen oder höher zu ranken. Auch ein besseres lokales Ranking lässt sich nicht kaufen.
  • Unaufgeforderte SEO-Mails: Google rät, bei Agenturen vorsichtig zu sein, die dich aus heiterem Himmel anschreiben.

KI-Suche: was sich ändert und was nicht.

Google zeigt zu vielen Suchanfragen KI-Übersichten. Für diese Funktionen gibt es laut Google keine zusätzlichen Anforderungen und keine besondere Optimierung. Du brauchst keine eigenen KI-Textdateien oder ein besonderes Markup. Voraussetzung ist, dass eine Seite indexiert ist und mit einem Textausschnitt in der Suche erscheinen darf.

Besuche aus diesen KI-Funktionen zählt die Search Console laut Google im normalen Suchverkehr mit. Wer dir eine eigene Optimierung für KI-Suchen verkauft, sollte erklären können, was sie über die normalen SEO-Grundlagen hinaus bewirken soll.

Was SEO kostet.

Search Console und das Unternehmensprofil bei Google kosten nichts. Den grössten Teil machen Arbeitszeit für Seiten, Texte und Kontrolle aus, ob deine eigene oder die einer Agentur.

Für externe Hilfe nennt die Agentur Beyondweb in ihrem Preisvergleich für einen kompletten SEO-Service rund CHF 1’000 pro Monat. Lokales SEO beginnt dort bei CHF 470 pro Monat, ein SEO-Audit bei CHF 790. Viele SEO-Agenturen arbeiten laut derselben Quelle mit einer Mindestlaufzeit von sechs Monaten. Lies vor einer Zusage den Vertrag auf Laufzeit und Kündigung durch.

Google empfiehlt, eine Agentur vorher zu fragen, welche Ergebnisse sie in welchem Zeitraum erwartet und wie sie den Erfolg misst. Gute Antworten nennen konkrete Arbeiten und Kennzahlen aus der Search Console, keine Platzierung.

Wie Ermeth SEO angeht.

Bei uns ist SEO zuerst Teil der Website. Der Einstieg Webauftritt mit Richtpreis CHF 3’900 enthält bis fünf Kernseiten, ein Anfrageformular und technische SEO-Grundlagen. Was eine laufende Auswertung umfasst, steht unter SEO und Reporting: Wir lesen aus, wie du gefunden wirst, leiten technische und inhaltliche Verbesserungen ab und schreiben einen kurzen Bericht mit den nächsten Schritten. Was davon umgesetzt wird, entscheidest du.

Wir versprechen keine Platzierungen und keine Besucherzahlen. Suchmaschinen entscheiden selbst, und wir zeigen dir offen, was wir beeinflussen können. Bezahlte Anzeigen und das Schreiben umfangreicher Inhalte sind in SEO und Reporting nicht enthalten. Was zu einer Website gehört, steht bei Websites und Landingpages, die Richtpreise auf der Seite Angebot.

Erstgespräch: so klären wir deinen Fall.

Das Erstgespräch kostet nichts. Schreib uns an kontakt@ermeth.ch oder über das Kontaktformular, welche Leistungen du anbietest, in welcher Region und wie Kunden heute zu dir finden. Wir sagen dir offen, ob deine Website technische Lücken hat, ob dir SEO mehr bringt als andere Schritte und ob wir dafür die Richtigen sind.

Häufige Fragen.

Kann ich SEO für mein KMU selbst machen?

Einen grossen Teil ja. Unternehmensprofil und Search Console richtest du selbst ein, und niemand kennt die Fragen deiner Kunden besser als du. Hilfe lohnt sich bei technischen Fehlern, bei einem Umbau der Website oder wenn dir die Zeit für regelmässige Kontrollen fehlt.

Brauche ich einen Blog für SEO?

Nicht zwingend. Für die meisten KMU sind gute Seiten zu den einzelnen Leistungen wichtiger als regelmässige Blogartikel. Ein Ratgeber lohnt sich, wenn Kunden dir immer wieder dieselben Fragen stellen und du sie ausführlich beantworten kannst.

Verbessern Google Ads meine Platzierung in den normalen Suchergebnissen?

Nein. Google schreibt, dass es kein Geld annimmt, um eine Website häufiger zu crawlen oder höher zu ranken.

Wie wichtig sind Google-Bewertungen für die lokale Suche?

Sie zählen mit. Laut Google fliesst in die Bekanntheit eines Unternehmens unter anderem die Zahl der Bewertungen ein. Bitte zufriedene Kunden nach einem Auftrag um eine ehrliche Bewertung.

Lohnt sich SEO, wenn mich fast alle Kunden auf Empfehlung finden?

Teilweise. Auch wer dich empfohlen bekommt, sucht oft deinen Namen und prüft deine Website. Dann zählen ein gepflegtes Unternehmensprofil und eine Website, die dein Angebot klar zeigt. Aufwendige Arbeit an Suchbegriffen lohnt sich erst, wenn du neue Kunden über die Suche gewinnen willst.

Lass uns über deinen Fall sprechen.

Das Erstgespräch kostet nichts. Du beschreibst, wie es heute bei dir läuft, und wir sagen dir offen, ob und wie wir helfen können.