Ratgeber

Webagentur, Freelancer oder Baukasten?

Ein Baukasten reicht, wenn du wenige Seiten selbst pflegst. Ein Freelancer passt für eine klar umrissene Website mit einer festen Ansprechperson. Eine Agentur lohnt sich, wenn Schnittstellen, Abläufe und Betreuung dazukommen. Wichtiger als der Anbietertyp ist oft die Frage, wem am Ende Domain, Zugänge und Inhalte gehören.

Stand 8. Oktober 2026

Der Vergleich auf einen Blick.

Die Preise in der Tabelle stammen aus dem Preisvergleich der Agentur Beyondweb, der auf publizierten Preisen Schweizer Anbieter beruht. Die übrigen Zeilen sind unsere Einschätzung.

Preise laut Beyondweb, Preisvergleich Schweiz, Stand 7. Oktober 2026. Übrige Zeilen: Einschätzung von Ermeth. Für Pakete auf Vorlagenbasis nennt Beyondweb CHF 2’000 bis 5’000.
KriteriumBaukastenFreelancerAgentur
KMU-Website, einmaligkein Baupreis, sondern Abo laut Preisseite des Anbieters, dazu deine ZeitCHF 3’000 bis 8’000CHF 5’000 bis 15’000
Stundenansatzentfällt, dafür Abo und eigene ZeitCHF 110 bis 180CHF 120 bis 250
Wer bautdu selbsteine Personmehrere Personen
Schnittstellen und Abläufesoweit der Anbieter sie vorsiehtje nach Personje nach Agentur
Ausfallrisikoliegt beim Anbieter des Baukastenshoch, wenn es keine Vertretung gibtverteilt auf mehrere Personen
Passt, wennwenige Seiten, Texte selbst geschriebenklar umrissenes Projekt, feste Ansprechpersonmehrere Systeme, Betreuung nach dem Start

Baukasten: wann er reicht.

Baukästen wie Wix oder Jimdo sind Abos. Du gestaltest die Website selbst aus Vorlagen und bezahlst den Anbieter laufend. Jimdo bietet ein kostenloses Free-Paket und kostenpflichtige Pakete, die du monatlich oder für zwölf oder 24 Monate im Voraus bezahlst. Eine bestehende Domain lässt sich laut Jimdo mit den Premium-Paketen verbinden. Bei Wix ist eine Domain mit ausgewählten Jahres- oder Mehrjahrespaketen im ersten Jahr inbegriffen und wird danach zum regulären Preis verlängert. Die aktuellen Preise siehst du auf den Preisseiten der Anbieter.

Ein Baukasten reicht, wenn diese Punkte zutreffen. Dann brauchst du keine Agentur, auch nicht uns:

  • Du brauchst eine kleine Website mit wenigen Seiten und einem Kontaktformular.
  • Du schreibst die Texte selbst und hast Zeit für den Aufbau.
  • Anfragen müssen nicht in eine Kundenverwaltung, eine Buchhaltung oder ein Shop-System weiterlaufen.
  • Ein späterer Wechsel wäre kein Problem, weil kein Ablauf daran hängt.

Freelancer: Stärken und Ausfallrisiko.

Ein guter Freelancer ist eine Person, die gestaltet, baut und erklärt. Du hast eine Ansprechperson, und Entscheidungen fallen ohne Umweg. Laut Beyondweb liegen die Stundenansätze von Freelancern in der Schweiz meist zwischen CHF 110 und 180, für eine KMU-Website nennt die Quelle CHF 3’000 bis 8’000.

Das Risiko liegt in der Abhängigkeit von dieser einen Person. Ist sie krank, ausgebucht oder wechselt sie den Beruf, steht deine Website still, wenn nur sie die Zugänge kennt. Frag deshalb vor dem Auftrag:

  • Wer vertritt dich bei Ferien oder Krankheit?
  • Wo ist dokumentiert, wie die Website aufgebaut ist?
  • Laufen Domain, Hosting und Lizenzen auf meinen Namen?

Agentur: wenn Schnittstellen, Abläufe und Betreuung dazukommen.

Für Agenturen nennt Beyondweb Stundenansätze von CHF 120 bis 250. Dafür arbeiten mehrere Personen am Projekt, und die Arbeit hängt nicht an einer einzigen. Grösse allein sagt nichts über Qualität. Eine grosse Agentur kann für eine Website mit fünf Seiten zu schwerfällig sein. Braucht dein Projekt dagegen ein grosses Team über viele Monate, ist eine kleine Agentur wie unsere nicht die richtige Wahl.

Eine Agentur lohnt sich vor allem, wenn die Website nicht für sich allein steht:

  • Anfragen sollen strukturiert in eine Kundenverwaltung (CRM) laufen, mit Zuständigkeit und Erinnerung.
  • Website, CRM und Buchhaltung sollen Daten austauschen, statt dass jemand sie abtippt. Wie das aussieht, steht bei Schnittstellen und Integration.
  • Nach dem Start braucht es Updates, Backups und jemanden, der reagiert, wenn ein Formular ausfällt.
  • Ein Shop oder ein Kundenportal gehört dazu.

Acht Fragen an jede Offerte.

Ob Freelancer oder Agentur: Diese acht Fragen sollte jede Offerte beantworten. Wie du MWST und Korrekturrunden liest, steht im Ratgeber Was kostet eine Website in der Schweiz?

  • Was genau ist enthalten: wie viele Seiten, Sprachen und Korrekturrunden?
  • Was brauchst du von mir, und bis wann?
  • Woran nehmen wir ab, und wer prüft was?
  • Was kostet jedes Jahr wieder: Hosting, Domain, Lizenzen, Betreuung?
  • Auf wessen Namen laufen Domain, Hosting und Lizenzen?
  • Kann ich Texte und Bilder später selbst ändern?
  • Wer ist nach dem Start zuständig, und wie erreiche ich diese Person?
  • Was erhalte ich, wenn wir die Zusammenarbeit beenden, und in welcher Form?

Wem gehören Domain, Zugänge und Inhalte?

Kläre das vor dem Start, nicht erst beim Wechsel. Ein Wechsel ist sonst der Moment, in dem fehlende Zugänge teuer werden.

Zu den Inhalten sagt das Urheberrechtsgesetz: Urheber ist die natürliche Person, die das Werk geschaffen hat (Art. 6 URG). Das Urheberrecht ist übertragbar, und die Übertragung eines Rechts schliesst andere Teilrechte nur ein, wenn das vereinbart ist (Art. 16 URG). Darum gehört in die Offerte oder den Vertrag, welche Rechte du an Texten, Bildern und Gestaltung erhältst. Für einen Vertrag im Einzelfall frag eine Fachperson.

  • Domain: Lass sie auf deine Firma registrieren. Für den Wechsel zu einem anderen Registrar brauchst du laut SWITCH, die das .ch-Register betreibt, einen Transfercode (Auth-Code), den du vom aktuellen Registrar erhältst.
  • Zugänge: Hosting, Redaktionssystem, Search Console und E-Mail-Konten gehören auf dein Konto. Die Agentur oder der Freelancer erhält Zugang als zusätzliche Person, nicht umgekehrt.
  • Gekaufte Bilder und Schriften: Frag, auf wen die Lizenzen laufen und wofür sie gelten.

Wie wir arbeiten und wie das Erstgespräch läuft.

Ermeth ist eine Agentur von Abbas Kansou und Shervin Ramezani mit Kontaktadresse in Zürich. Wir sind zu zweit, und du sprichst vom Erstgespräch bis zur Übergabe direkt mit uns beiden: Abbas führt Gespräch, Offerte, Abnahme und Einführung, Shervin baut und prüft. Mehr dazu auf der Seite Team.

Für eine Website gibt es drei Einstiege mit Richtpreisen von CHF 3’900 bis 9’900 und eine separat vereinbarte Betreuung mit Richtpreis CHF 490 pro Monat, alles auf der Seite Angebot. Bei jedem Einstieg steht vorher fest, was er umfasst, was wir von dir brauchen und woran wir gemeinsam abnehmen. Hosting, Domain und Lizenzen laufen auf deinen Namen und werden separat ausgewiesen. Bestehende Systeme bleiben, wo sie taugen. Was zu einer Website gehört, steht bei Websites und Landingpages, was nach dem Start dazukommt, bei Betrieb und technische Betreuung.

Das Erstgespräch kostet nichts. Schreib uns an kontakt@ermeth.ch oder über das Kontaktformular, was du vorhast und wie Anfragen heute bei dir ankommen. Abbas oder Shervin antwortet dir per E-Mail und schlägt einen Termin vor, wenn es passt. Reicht für dein Vorhaben ein Baukasten, sagen wir dir das. Sonst erhältst du eine Offerte mit Betrag, Umfang, deiner Mitwirkung und der Abnahme, und erst dann entscheidest du.

Häufige Fragen.

Kostet ein Freelancer weniger als eine Agentur?

Im Durchschnitt der Spannen ja, im Einzelfall nicht zwingend. Laut Beyondweb liegen Freelancer bei CHF 110 bis 180 pro Stunde, Agenturen bei CHF 120 bis 250. Die Spannen überschneiden sich. Vergleiche deshalb, was in der Offerte enthalten ist, nicht nur den Stundenansatz.

Kann ich mit einem Baukasten starten und später zu einer Agentur wechseln?

Ja. Läuft die Domain auf deinen Namen, nimmst du sie mit. Sichere Texte und Bilder separat und kläre vor dem Start beim Anbieter, ob und wie sich Inhalte exportieren lassen.

Was passiert mit meiner Website, wenn mein Anbieter aufhört?

Das hängt davon ab, wo die Zugänge liegen. Laufen Domain, Hosting und Lizenzen auf deinen Namen und ist der Aufbau dokumentiert, kann eine andere Person die Website übernehmen. Lass dir das bei der Übergabe bestätigen.

Woran erkenne ich eine seriöse Offerte?

An klaren Antworten zu Umfang, Mitwirkung, Abnahme und laufenden Kosten. Vorsicht bei Offerten, in denen nur ein Betrag steht, oder bei denen Domain und Hosting ohne Begründung auf den Anbieter laufen.

Lohnt sich eine Agentur auch für eine kleine Website?

Manchmal. Sie lohnt sich, wenn die kleine Website Anfragen in andere Systeme weitergeben soll oder wenn du nach dem Start eine Betreuung willst. Für eine kleine Website ohne solche Anbindungen reichen ein Baukasten oder ein Freelancer oft aus.

Lass uns über deinen Fall sprechen.

Das Erstgespräch kostet nichts. Du beschreibst, wie es heute bei dir läuft, und wir sagen dir offen, ob und wie wir helfen können.